Gauliga/Sportbereichsklasse - Der HSV im Nationalsozialismus

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es zur Gleichschaltung im deutschen Fußball. Landesverbände wurden aufgelöst, der Arbeitersport verboten. Die Kontrolle übernahm das "Reichsfachamt Fußball".

Der DFB spielte zunächst nur noch für internationale Wettbewerbe eine Rolle, bis er 1940 beschloss sich ganz aufzulösen.

Anstatt der vormals 55 regionalen Ligen als höchste Spielklassen, wurden 16 sogenannte Gauligen, (später "Sportbereichsklassen" genannt) eingeführt. Die Anzahl der Gauligen anderte sich im Kriegsverlauf häufiger durch neu hinzugewonne Gebiete. Auch wurden später die Gaue verkleinert, da es kriegbedingte, logistische Probleme gab, die weite Auswärtsfahrten erschwerten.

Die Sieger der Gauligen spielen wie gewohnt in der Endrunde der deutschen Meisterschaft den deutschen Meister aus.

1935 wurde dann auch erstmals der Vorläufer des heutigen DFB Pokals eingeführt, der Tschammerpokal.

Der HSV im dritten Reich

Für den HSV startete die neue Ära zunächst nicht besonders gut, nicht nur sportlich musste die Führungsposition an den Eimsbüttler TV abgegeben werden, auch finanziell stand der Verein kurz vor dem Aus und musste mit Hilfe einer Spendenkampange von seinen wohlhabenden Mitgliedern gerettet werden. Der HSV geriet ausserdem in die Schusslinie weil seine Spieler nicht, wie von der NS Führung gewünscht, aus den eigenen Reihen stammten, sondern zum großen Teil von außen hinzukamen.